Libyen

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USA        Syrien      

E-Mails von Hillary Clinton zeigen, die NATO hat Gaddafi umgebracht, um die Einführung einer Goldwährung zu verhindern

29.06.2017

Hillarys E-Mails sind wirklich eine Goldgrube. Als Frankreich im UN Sicherheitsrat eine Resolution vorbrachte, mit der eine Flugverbotszone über Libyen errichtet werden sollte wurde behauptet, dass die wichtigste Sorge im Schutz der libyschen Zivilbevölkerung bestand (wenn man sich den gegenwärtigen Zustand dort anschaut, dann muss man sich allerdings fragen, ob das überhaupt ein Grund war). Viele "Verschwörungstheoretiker" dagegen behaupten, dass der wahre Grund für das Eingreifen in Libyen darin bestand, dass Gaddafi die Einführung des Golddinar plante.

Eine von den 3.000 E-Mails von Hillary Clinton, die an Neujahr vom Außenministerium veröffentlicht wurden (also als wirkliche Nachrichten keine Rolle spielten) zeigt, dass der Sturz von Gaddafi durch die NATO vor allem vom Wunsch getrieben wurde, eine goldgedeckte afrikanische Währung zu verhindern und zweitens der Zugriff auf die libyschen Ölreserven gesichert werden sollte.

Die fragliche E-Mail wurde der damaligen Außenministerin Hillary Clinton von ihrem inoffiziellen Berater Sydney Blumenthal geschickt und hatte den Titel "Frankreichs Klient und Gaddafis Gold". Im Foreign Policy Journal heisst es:

Die E-Mail zeigt, dass Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den Angriff auf Libyen aus fünf spezifischen Gründen anführte: Libysches Öl, die Sicherstellung französischen Einflusses in der Region, die Verbesserung des persönlichen Rufes im Inland, die Bestätigung französischer Militärmacht und das Behindern von Gaddafis Einfluss im "frankophonen Afrika".


Am erstaunlichsten ist der ausführliche Absatz, in denen die riesige Gefahr beschrieben wird, die Gaddafis Gold- und Silberreserven darstellen, die auf "143 Tonnen Gold und eine vergleichbare Menge an Silber" gschätzt werden, und die eine Gefahr darstellen für den französischen Franc als die wichtigste afrikanische Währung.



Und hier ist der Absatz, der zeigt, dass die NATO einen ganz bestimmten Grund für die Zerstörung Libyens hatte. (Hinweis: Der Link wurde inzwischen gelöscht, aber es gibt noch eine Version im Cache.):

Dieses Gold stammt noch vor der aktuellen Rebellion und sollte dazu verwendet werden, eine panafrikanische Währung basierend auf dem libyschen Golddinar einzuführen. Dieser Plan umfasste die frankophonen Länder Afrikas, denen eine Alternative zum französischen Franc geboten werden sollte.

(Quellenkommentar: Laut Personen mit genaueren Kentnissen wurde der Wert des Goldes und Silbers auf über 7 Milliarden Dollar geschätzt. Französische Geheimdienstler entdeckten diesen Plan kurz nachdem die aktuelle Rebellion begann und war einer der Faktoren, die Präsident Nicolas Sarkozy in seiner Entscheidung beeinflusste, Libyen anzugreifen. Laut diesen Personen wurden Sarkozys Pläne von folgenden Aspekten getrieben:

A) Der Wunsch, einen größeren Anteil an Libyens Ölproduktion zu erhalten
B) Die Vergrößerung des französischen Einflusses in Nordafrika
C) Die Verbesserung der innenpolitischen Lage in Frankreich
D) Das Bieten einer Gelegenheit für das französische Militär, seine Position in der Welt zu bestätigen
E) Die Bedenken seiner Berater, wonach Gaddafi langfristiger Plan darin bestand, Frankreich als dominante Macht im frankophonen Afrika abzulösen)


Das heisst also, dass als der französische Geheimdienst von Gaddafis Dinarplänen erfuhr, dda entschieden sie sich, die Kampagne gegen ihn anzuführen - da sie zum Losschlagen genügend gute Gründe zusammen hatten.

Bekannterweise warnte Gaddafi (in einem "prophetischen" Telefonat mit Blair) Europa davor, dass seinem Fall das Aufkommen des islamischen Extremismus im Westen folgen würde. Eine Warnung, die unbeachtet blieb; was sind auch schon ein paar Leben in Frankreich und Libyen wert, wenn die wirklichen Ziele in den Taschen der Politiker und Eliten liegen?

Quelle

 

Europäische Mächte vor neuer Militärintervention in Libyen

Von Johannes Stern
20. April 2016

Die europäischen Mächte nutzen das andauernde Massensterben im Mittelmeer, um ihr militärisches Eingreifen im Mittelmeer auszuweiten und eine erneute Militärintervention in Libyen vorzubereiten.

Konkret will die EU ihren Militäreinsatz im Mittelmeer erweitern und bereits an den Küsten Libyens gegen Flüchtlinge vorgehen. Darauf verständigten sich die EU-Außen- und Verteidigungsminister auf einem Treffen am Montag in Luxemburg.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz erklärte, es sei wichtig, „dass wir auch schon an der libyschen Küste aktiv werden“. Sein deutscher Kollege Frank-Walter Steinmeier (SPD) bekräftigte: „Wir haben derzeit ein Mandat, das uns die Bekämpfung des Schlepper-Unwesens erlaubt und die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer, also Seenotrettung. Dass darüber hinaus in Zukunft mehr notwendig, vielleicht auch mehr möglich sein wird, ist keine Frage.“

Mit der Ausweitung der Mission EUNAVFOR Med Sophia, die vor genau einem Jahr offiziell beschlossen wurde, wäre es den im Mittelmeer aktiven Kriegsschiffen erlaubt, auf fremdem Territorium militärisch gegen Schlepper vorzugehen. Bislang war die Operation in ihrer zweiten Phase „lediglich“ auf das Seegebiet außerhalb der libyschen Hoheitsgewässer beschränkt und sah vor, Flüchtlingsboote zu stoppen und vermeintliche Schlepper festzunehmen. EU-Diplomaten zufolge soll die Ausweitung und Verlängerung des Marineeinsatzes Ende Mai oder Anfang Juni entschieden werden.

Tatsächlich werden unter dem Deckmantel des Kampfs gegen „kriminelle Schlepper“ bereits viel umfassendere Pläne für einen neuen Militäreinsatz in Libyen diskutiert. Die französische Delegation legte in Luxemburg Medienberichten zufolge ein Strategiepapier vor, laut dem die EU-Kriegsschiffe auch zur Kontrolle des gegen Libyen verhängten Waffenembargos eingesetzt werden sollen, um die Lieferung von Kriegsgerät an Milizen des Islamischen Staats (IS) in Libyen zu unterbinden. Steinmeier habe vorgeschlagen, das Thema im Rahmen einer weiteren UN-Resolution anzugehen und zu prüfen.

Der deutsche Außenminister und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault berichteten in Luxemburg außerdem von ihrem Kurzbesuch bei Fajis al-Sarradsch, dem Ministerpräsidenten der von den imperialistischen Mächten aufgebauten libyschen Einheitsregierung, am Samstag in Tripolis. Ayrault bezeichnete den Besuch als „extrem wichtige Etappe“ und mahnte, die Einheitsregierung benötige nun die „Unterstützung der Libyer, des Parlaments und der internationalen Gemeinschaft“. Steinmeier erklärte: „Wir müssen behutsam vorgehen und schrittweise versuchen, diese neue Regierung in Tripolis zu ertüchtigen.“

Das Ziel der EU ist es, die Marionette Sarradsch, der bislang lediglich über eine militärisch abgesicherte „Green Zone“ in der libyschen Hauptstadt „herrscht“, im gesamten Land zu installieren und von ihm das grüne Licht für eine direkt Militärintervention zu erhalten.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb zu den Zielen Steinmeiers und der EU: „Neben wirtschaftlicher Hilfe – ein Päckchen von 100 Millionen hat die EU schon geschnürt – geht es vor allem darum, wie die Einheitsregierung in die Lage versetzt werden kann, über die Hauptstadt hinaus ein Land unter Kontrolle zu bringen, in dem Milizen das Sagen haben und die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aktiv ist. Zur Stärkung der Sicherheitskräfte ist an eine zivile Mission im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) gedacht.“

Tatsächlich gehen die Planungen weit über eine „zivile Mission“ hinaus. Die Außen- und Verteidigungsminister beschlossen in Luxemburg, die neue Einheitsregierung beim Wiederaufbau von Sicherheitskräften zu unterstützen. Während Berlin wegen Sicherheitsbedenken vorschlug, diese Truppen in Tunesien zu trainieren, erklärte die britische Regierung, sie könne sich auch eine Ausbildung in Libyen selbst vorstellen. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon forderte zudem, bei der Ausbildung der Küstenwache mit der Nato zusammenzuarbeiten.

Britische Medien berichteten gestützt auf eine Quelle im Militär, dass Großbritannien bereits über Spezialkräfte in Libyen verfüge und die Ankunft von regulären Armeeeinheiten innerhalb weniger Wochen vorbereite. Laut dem Daily Star sind die Pläne „robust“ und umfassen unter anderem Apache-Kampfhubschrauber, Kriegsschiffe, Tornados und Eurofighter, die auf Zypern stationiert sind. Der britische Premierminister David Cameron habe sich „prinzipiell“ damit einverstanden erklärt, dass „britische Einheiten zusammen mit italienischen, französischen und amerikanischen Truppen in Tripolis einmarschieren und die Stadt sichern und stabilisieren“.

Tatsächlich wird eine solche Intervention seit langem hinter dem Rücken der Bevölkerung vorbereitet. Bereits Mitte März hatte die italienische Regierung, die seit langem auf einen weiteren Krieg gegen Libyen drängt, derartige Pläne bestätigt. Italien soll eine UN-Mission mit bis zu 6000 Soldaten führen, die durch Luftschläge aus den sizilianischen Militärstützpunkten Trapani und Sigonella unterstützt werden. Westliche Agenten und Spezialeinheiten sind in Libyen seit längerem im Einsatz, um Milizen auszubilden und zu bewaffnen, und aus Sigonella starten bereits regelmäßig bewaffnete Drohnen.

Die Bundesregierung, die sich beim Nato-Bombardement Libyens 2011 noch enthalten hatte, bereitet sich ebenfalls auf ein militärisches Eingreifen in Libyen vor. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte bereits im Januar mit Blick auf die Installierung der Einheitsregierung und dem Kampf gegen den IS in Libyen klargestellt: „Deutschland wird sich nicht der Verantwortung entziehen können, dabei einen Beitrag zu leisten.“ Nach dem Treffen in Luxemburg erklärte sie, entscheidend sei nun „dass Libyen selbst formuliert, welche Form von Hilfe es braucht“.

Was die deutsche Regierung unter „Hilfe“ versteht, verdeutlicht ein Interview mit Wolfgang Ischinger, dem Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) am Montag in der Welt. Laut Ischinger, der in der vergangenen Woche zum ersten Mal ein „Core Group Treffen“ der MSC in „Afrikas Hauptstadt“ Addis Abeba abhielt, hätte Deutschland bereits bei der Libyen-Intervention vor fünf Jahren „mitmachen müssen“. Das Bombardement, das eine ganze Gesellschaft zerstört, Zehntausenden das Leben gekostet und Millionen zu Flüchtlingen gemacht hat, sei „nicht falsch, sondern notwendig“ gewesen. Jedoch sei versäumt worden, „an den Tag danach zu denken und genauso viel Energie und Mittel aufzuwenden für die Stabilisierung des Landes“.

Ischinger ließ seinen Träumen von einer neuen und umfassenden deutschen Kolonial- und Besatzungspolitik freien Lauf. Afrika sei „kein Truppenübungsplatz“ und „die militärische Intervention“ könne „immer nur Schritt eins sein. Schritt zwei und drei sind viel wichtiger und mühseliger, weil wir große Ressourcen dafür aufwenden müssen. Es braucht Leute, die sich um Justiz und Polizei kümmern, die Verwaltung und Ordnung aufrechterhalten, Wiederaufbau und Wachstum fördern.“

Und weiter: „Die Krisen in Afrika sind der Ort, wo wir zeigen können, dass wir gelernt haben aus unseren Fehlern. Dass man nämlich Gesamtkonzepte braucht für die Beherrschung von Krisen. Und dass man dafür nicht kleckern, sondern klotzen muss.“

Ischinger ließ keinen Zweifeln daran, was er mit „klotzen“ meint. Auf die Frage der Welt, ob Europa auch „kämpfen“ müsse, antwortete er:„Wer sonst? Wir können nicht mehr darauf vertrauen, dass die 6. US-Flotte das Problem für uns regelt. Obama hat ja noch mal wiederholt, dass Amerika nicht mehr mit der Gießkanne herumläuft und Sicherheit in aller Welt verteilen kann. Eine Emanzipation europäischer Sicherheitspolitik im Sinne vorausschauender und selbstständiger Krisenprävention und -bekämpfung zur Wahrung der eigenen Interessen ist also unumgänglich.“

Was diese „eigenen Interessen“ sind und an welche Tradition die deutschen Eliten anknüpfen, die bereits im Kaiserreich und unter den Nazis von der deutschen Vormachtstellung in Afrika phantasierten, zeigt ein Blick in die einschlägigen außenpolitischen Strategiepapiere, die in den letzten Jahren in Berlin erarbeitet wurden.

Der Einstieg Deutschlands in den neuen Wettlauf um Afrika wurde von langer Hand geplant und ist Bestandteil der Rückkehr Deutschlands zu einer aggressiven Außen- und Großmachtpolitik.

Die „Afrikapolitischen Leitlinien“, die die Bundesregierung im Frühjahr 2014 verabschiedete, spricht von der „wachsenden Relevanz Afrikas für Deutschland und Europa“, die sich unter anderem aus der wachsenden, dynamischen Wirtschaft und den „reichen natürlichen Ressourcen“ des Kontinents ergebe. Die Bundesregierung wolle deshalb „das politische, sicherheitspolitische und entwicklungspolitische Engagement Deutschlands in Afrika gezielt“ stärken, „früh, schnell, entschieden und substanziell“ handeln und „ressortübergreifend … das gesamte Spektrum ihrer vorhandenen Mittel einsetzen“.

Geheimer Krieg - Libyen hat noch immer keine neue Regierung. Doch die NATO will mit ihrer Intervention nicht mehr lange warten

Während die NATO sich noch auf eine Militärintervention in Libyen vorbereitet, führen mehrere westliche Staaten schon einen geheimen Krieg auf dem Boden des nordafrikanischen Staates. »La guerre secrète« nannte ihn Le Monde am Mittwoch. Der französischen Tageszeitung zufolge ist daran neben Spezialeinheiten der Streitkräfte auch der Auslandsgeheimdienst DGSE beteiligt. Personalzahlen wurden nicht genannt, konkrete Aktivitäten nicht beschrieben. Le Monde erwähnte lediglich Informationen, denen zufolge ein US-amerikanischer Luftangriff am 13. November 2015 von französischen Stellen »initiiert« worden sei. Dabei wurde in der Küstenstadt Derna im Osten des Landes angeblich der Chef der libyschen Filiale des »Islamischen Staates« (IS), Abu Nabil Al-Anbari, getötet.

Während Le Monde es so darstellt, als würden die französischen Kräfte in Libyen sich hauptsächlich mit den USA, Großbritannien und Italien koordinieren, zeichnen libysche Medien schon seit einiger Zeit ein anderes Bild. Danach unterstützt Frankreich auch direkt den Warlord Khalifa Haftar, der mehrere Jahrzehnte lang für die CIA gearbeitet hat. Haftar ist seit 2014 Oberkommandierender der Streitkräfte der international anerkannten Regierung in Tobruk, agiert aber weitgehend unabhängig von den Politikern. Waffen liefern ihm trotz eines UN-Embargos unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch das ägyptische Militärregime unterstützt ihn.

Seit einigen Tagen führt Haftar in Bengasi und anderen Gegenden Ostlibyens eine Offensive gegen verschiedene islamistische Milizen durch, die er alle als »IS-Terroristen« bezeichnet. In Wirklichkeit handelt es sich überwiegend um Feinde des IS, dem Haftar auf diese Weise zuarbeitet. Franzosen sind dabei laut libyschen Meldungen als Berater tätig. Die englischsprachige Zeitung Libya Observer hatte schon am 14. Februar berichtet, dass 180 französische Soldaten auf dem von Haftars Truppen kontrollierten Luftwaffenstützpunkt Benina stationiert seien.

Unterdessen verzögert sich die Bildung einer »Regierung der nationalen Einheit« weiter, obwohl die NATO-Staaten den Vorgang durch finanziel­le Anreize einerseits und Drohungen gegen widerspenstige Politiker andererseits zu beschleunigen versuchen. Hauptaufgabe dieser Regierung soll ein Hilferuf an die NATO sein, mit dem dann ein militärisches Eingreifen gerechtfertigt werden kann. Die entscheidende Abstimmung des Parlaments in Tobruk, das sich auf eine weithin boykottierte Wahl mit nur 18 Prozent Beteiligung stützt, war nach mehreren gescheiterten Versuchen am Dienstag erwartet worden. Die Abstimmung konnte jedoch nicht stattfinden und wurde auf nächste Woche verschoben.

Die Gründe sind noch nicht vollständig durchschaubar. Libysche Medien hatten zunächst nur gemeldet, das Quorum, also die für eine gültige Abstimmung erforderliche Zahl anwesender Abgeordneter, sei nicht erreicht worden. Es kennzeichnet die Situation, dass selbst die Medien des Landes sich weder über die Zahl der Abgeordneten des Tobruker Parlaments noch die des Quorums einig sind. Am Mittwoch verdichteten sich in etlichen Berichten die Hinweise darauf, dass eine kleine Gruppe von etwa zehn Abgeordneten von Gebrüll bis zu körperlicher Gewalt alle Register gezogen hatte, um die geplante Entscheidung unmöglich zu machen – obwohl ausreichend viele Parlamentarier zum Erreichen des Quorums anwesend gewesen sein sollen. Angeblich bestand die Gruppe aus Befürwortern der Unabhängigkeit oder einer sehr weit gehenden Autonomie für den östlichen Landesteil, die Cyrenaika.

Hundert Abgeordnete, das sind auf jeden Fall mehr als die Hälfte im Parlament, unterschrieben im Anschluss an die gescheiterte Sitzung eine »Petition«, deren Inhalt und Intention jedoch unklar sind. EU-Politiker drängen nun, das Papier als Billigung der »Regierung der nationalen Einheit« zu interpretieren, ohne nochmals abstimmen zu lassen.

Quelle

EnthüllungGeheime Militäreinsätze in Libyen

Enthüllung

Geheime Militäreinsätze in Libyen Plant Frankreich eine neue Militärintervention in Libyen? Sondereinheiten betreiben heute offenbar Aufklärung im nordafrikanischen Staat. Mit den USA führen sie gezielte Angriffe gegen den Islamischen Staat.

Höchst wütend hat der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian eine Strafuntersuchung wegen Missachtung militärischer Geheimhaltungspflichten gegen Informanten von «Le Monde» angeordnet. Anlass der Ermittlungen ist ein Bericht der Tageszeitung, wonach Spezialeinheiten und auch Agenten des militärischen Geheimdienstes Frankreichs in Libyen Krieg gegen die dortigen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) führen – im Verborgenen.

Im Konzert mit den USA

Laut dem Bericht von «Le Monde», der sich auf Informationen aus französischen Militärkreisen stützt, sind die Sondereinheiten an «punktuellen, sehr gezielten Schlägen» beteiligt. Sie gehen nicht etwa im Alleingang vor, sondern koordiniert mit den USA und angeblich auch mit Grossbritannien. Letztmals sei diese Zusammenarbeit am 19. Februar zum Tragen gekommen, als amerikanische Kampfflugzeuge dank Hinweisen französischer Geheimdienstler ein Ausbildungslager der Terrormiliz ausserhalb der libyschen Ortschaft Sabrata angriffen.

Der Raid galt offenbar in erster Linie einem aus Tunesien stammenden IS-Kommandanten, der Hauptdrahtzieher der jüngsten Anschlagsserie in seinem Heimatland gewesen sein soll. Seit letztem Juni sollen amerikanische F-15-Jets bereits drei Einsätze dieser Art in Libyen geflogen haben – und zwar von der britischen Luftwaffenbasis Lakenheath aus.

«Aufklärung und Beratung»

«Le Figaro» wollte in seiner Donnerstagausgabe ebenfalls von der Existenz französischer, amerikanischer und britischer Sondereinheiten in Libyen wissen, wobei sich das Blatt auf zwei Quellen in Libyen selbst berief. Gemäss diesen sollen sich französische Spezialeinheiten Mitte Februar in der Nähe von Benghasi aufgehalten haben, und zwar auf einem Luftwaffenstützpunkt, der von Kräften des Generals Khalifa al-Haftar gehalten wird, des umstrittenen offiziellen Oberbefehlshabers der libyschen Streitkräfte.

«Le Figaro» berief sich im Weiteren auf einen Informanten aus dem Umfeld des französischen Verteidigungsministers, laut dem es nur logisch ist, dass Frankreich Aufklärung betreibt und dafür seit November auch Flugzeuge einsetzt. Bestätigt wurde eine Militärpräsenz Frankreichs am Donnerstag auch von einem Offizier der libyschen Streitkräfte. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte er, dass die fremden Helfer nur als Militärberater tätig seien und sich um eine bessere Koordination der Einsätze der libyschen Armee kümmerten. Wie viele Franzosen an den geheimen Missionen beteiligt sind, ist bisher aber unklar geblieben.

Die Sondereinsätze und Aufklärungsmissionen werfen die Frage auf, ob sich eine neue internationale Militärintervention in Libyen anbahnt. Anfang Februar hatte der damalige französische Aussenminister Laurent Fabius an einer Libyen-Konferenz in Rom noch Interventionspläne dementiert, über die in den französischen Medien spekuliert worden war.

Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian brachte an derselben Konferenz allerdings auch klar zum Ausdruck, dass Paris die Entwicklung in Libyen mit grosser Beunruhigung verfolge. Dabei erwähnte Le Drian im Besonderen den Umstand, dass es dem IS in Libyen gelungen sei, erstmals an die Mittelmeerküste vorzustossen, was das Risiko von Terrorakten in Europa massiv zu erhöhen drohe.

Vor neuer Militärintervention?

Laut französischen Militärexperten und Diplomaten sind die bisherigen Geheimmissionen nur als vorsorgliche Vorbereitung auf einen allfälligen grösseren Ernstfall zu werten. Die Franzosen und die Amerikaner hätten offenbar noch immer die Hoffnung, die Terrormiliz in Libyen durch Nadelstiche in Schach halten zu können.

Auch die Verfasserin der Enthüllungsstory von «Le Monde» vertritt die Ansicht, dass die Franzosen und andere westliche Mächte, die für eine Intervention in Libyen infrage kämen, vor einem solchen Einsatz zurückschreckten, nachdem das «Abenteuer von 2011» – der Sturz von Muammar al-Ghadhafi – zu einem Chaos geführt habe. Ganz abgesehen davon, dass vor allem auch die Libyer selber eine ausländische Intervention ablehnten.

Ein von «Atlantico» interviewter Sicherheitsexperte, Eric Denécé, meint zu den Spekulationen, für eine effektvolle Intervention wären 50 000 bis 100 000 Mann starke Bodentruppen erforderlich. Doch keine westliche Macht sei derzeit dazu fähig und willens. Frankreich befinde sich wegen der Einsätze im Sahel sowie im Irak und in Syrien schon jetzt an seinen militärischen Kapazitätsgrenzen. Und sowohl im Irak wie auch in Afghanistan habe sich gezeigt, dass Länder nach dem Abzug der fremden Truppen rückfällig würden.

Quelle

Deklassifizierte E-Mails von Clinton decken neue Motive für Libyen-Invasion auf

Veröffentlicht am 08.01.2016

Die kürzlich freigegebene E-Mail-Korrespondenz der ehemaligen US-Außenministerin Hillary Clinton werfen ein neues Licht auf die westliche Invasion des nordafrikanischen Staates. So wird in den zuvor klassifizierten E-Mails vom März 2011 vor den enormen Goldreserven Gaddafis und seinem Plan, mittels dieser Reserven eine panafrikanische Währung aufzubauen, um in dieser Region mit dem US-Dollar zu konkurrieren, gewarnt.

 

Massaker der NATO: James und JoAnne Moriarty offenbaren die Wahrheit über die Ereignisse in Liby

Verloren in einem Buch der Qualen,
und alle Kinder sind dem Wahnsinn verfallen.

- Das Ende, The Doors
Es versteht sich wie von selbst, dass wir selten eine akkurate Darstellung der Realität aus unseren Konzern-Medien erhalten - was der Grund dafür ist, dass unabhängige Medien überhaupt existieren. Am vergangenen Sonntag interviewten Joe Quinn und ich ein sehr gewöhnliches Ehepaar mit einer ganz ungewöhnlichen Geschichte: die Geschäftsleute James und JoAnne Moriarty und wie sie während der "Libyschen Revolution" 2011 der Gefangennahme durch Al Kaida-Terroristen entgingen. Während ich James und JoAnne ihre Geschichte erzählen hörte, war es unmöglich, nicht von der Bedeutsamkeit des Problems von Psychopathen in Machtpositionen - für jedes menschliche Wesen auf diesem Planeten - betroffen zu sein.

Die Moriartys präsentieren drei starke Motivationsfaktoren für die Zerstörung Libyens durch westliche Mächte und ihre internationalen Geldgeber:
  • die Vereitelung von Gaddafis Plan, eine goldgestützte Währung zu etablieren, die als pan-afrikanische Währung dienen und somit afrikanische Nationen wirtschaftlich einen und sie vom westlichen Imperialismus befreien sollte;
  • der Wunsch der USA zur Erschaffung von AFRICOM (militärische Kontrolle Afrikas zur Abwehr chinesischer Investitionen);
  • ein angebliches Gerichtsverfahren von 7 Billionen Dollar im Auftrag aller sich beteiligenden afrikanischen Länder, das auf Gaddafis Veranlassung hin Anklage gegen Schäden aus gebrochenen Verträgen mit europäischen Ländern während deren "Kolonialzeit" erheben sollte
Soviel zur "Befreiung des libyschen Volkes von einem Diktator"; bei der Bombardierung Libyens durch die NATO 2011 ging es um die Aufrechterhaltung der US- und EU-Vorherrschaft über Afrika.

Doch was in diesem fesselnden Interview mit den Moriartys wirklich rüberkommt, ist die unglaubliche Rücksichtslosigkeit, die in Libyen (und anderswo, was das betrifft) von Streitkräften der NATO und Truppen der 'Rebellen' an den Tag gelegt wurde; ebenso wie der Genuss, an dem sie sich demonstrativ erfreuten, als sie das gesamte Land zerfleischten. Diese wahnsinnigen Bestien haben Zugriff auf unübertreffliche, hochtechnologische Waffen und Fahrzeuge, die es ihnen ermöglichen, 'Zerstörungstaten zu vollbringen', die zuvor nur 'den Göttern' vorbehalten waren. Ihr Handwerk ist Psychopathie in Großschrift, die nihilistische Kulmination der westlichen Zivilisation und der - für sie - glorreichen Ausübung des zerstörerischen Prinzips.

Unter den Dingen, die wir im Interview diskutiert haben, war die Hintergrundgeschichte darüber, wie die beiden texanischen Geschäftsleute nach Libyen gelangten; wie Libyen - und Gaddafi - vor 2011 wirklich waren; die wahren ideologischen Motivationen für die 'humanitäre' Intervention - oben aufgelistet; die Gräueltaten und Kriegsverbrechen, deren Zeugen die Moriartys wurden, als sie als internationale Beobachter das gesamte Land bereisten - im Auftrag einer Faktenfindungskommission, die von einer internationalen Jugendorganisation ins Leben gerufen worden war; ihre unfassbare Flucht vor terroristischer Gefangennahme; und die Verfolgung, der sie heute durch die US-Regierung ausgesetzt sind.


Gaddafi wurde auf dem ganzen Kontinent so geliebt, dass afrikanische Stammesführer ihn zum "könig von Afrika" machten Einer der wichtigsten Punkte, den es über Libyen im Jahr 2011 zu verstehen gilt, ist, dass Gaddafi nicht mehr das formelle politische Oberhaupt des Landes war. Seit 2006 war er im Wesentlichen Libyens spiritueller Anführer, ein Symbol, obgleich er weiterhin die Interessen seines Volkes auf der internationalen Bühne vertrat. Die Regierungsform des Landes - die libysch-arabische Jamahiriya - war namentlich sozialistisch, im Sinne der gerechten Verteilung von Reichtum; doch war sie viel mehr als das. Gaddafi hatte etwas erschaffen, bzw. war die Inspiration für das, was einem 'Utopia' auf Erden ziemlich nahe kam. Libyen war nicht bloß demokratisch (im positiven Sinne des Wortes); es war auf eine Weise menschlich, wie es das im Westen seit langer, langer Zeit nicht mehr gegeben hatte.

Diese Fantasiewelt, von der Sie geträumt haben dürften, wo es keine Schulden, keine Versicherungsgesellschaften, keine Banken (sicherlich keine Zentralbank) gibt und wo sich um die Bedürfnisse eines jeden gekümmert wird... nun, das war Libyen vor 2011. Streitigkeiten zwischen Menschen wurden weitestgehend ohne staatliche Intervention beigelegt.
Libyens bescheidenes Militär war mit sowjetischen Waffen aus den 1980ern ausgestattet und war daher ein leichtes Ziel für die überwältigende Schlagkraft der NATO.

Seit den Bombenanschlägen in Lockerbie und in einer Berliner Disko, die ihm von der CIA und Co. in die Schuhe geschoben wurden, war Gaddafi ein Pariah in 'der internationalen Gemeinschaft'. Nach den Anschlägen vom 11. September versuchte er das Kriegsbeil mit dem Westen zu begraben und verschrieb Libyen Bushs Krieg gegen den Terror, wobei er reichhaltige Geheimdienst-Informationen über Radikale in seinem Land bereitstellte. Er handelte Verträge zur Aufhebung des jahrzehntelangen Embargos über Libyen aus - nicht zuletzt, so die Moriartys, durch massive Bestechungen westlicher Führer wie des früheren französischen Premierministers Nicholas Sarkozy und Barack Obamas (über einen seiner Onkel). Bei Sarkozy wurde polizeilich wegen Annahme von 50 Millionen Euro Bestechungsgeld für seinen Präsidentschaftswahlkampf von 2007 ermittelt.

Westliche politische Psychopathen zahlten es Gaddafi mit einer extremen Form von 'Regierungswechsel' heim, bei dem Gaddafi fast buchstäblich von NATO-gestützten, blutrünstigen "Rebellen" entzweigerissen wurde.

Die Moriartys beschreiben, wie Streitkräfte der NATO die Archiv-Gebäude des Landes bombardierten, scheinbar in dem Bemühen, alle Spuren libyscher Geschichte auszulöschen. Sie sprengten Wohnhäuser, Straßen, Supermärkte, Schulen, Krankenhäuser, grundlegende Infrastrukturen wie die Wasserversorgung, Weizenfelder und Haine von Dattelpalmen in die Luft. Sie 'eröffneten' das Land für das, was heute ein wahrhaft "gescheiterter Staat" mit täglicher Gewalt und nicht einer, sondern zwei miteinander konkurrierender Regierungen ist. Libyen besitzt einige der am besten erhaltenen römischen Ruinen im gesamten Mittelmeerraum. Ich weiß nicht, ob die NATO diese ebenfalls bombardiert hat, doch ausgehend von dem, was in Syrien geschieht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese ebenfalls zerstört werden.


"Ich kam, ich sah, ich lachte mich kaputt!" Die 'Libyschen Rebellen' (die heute als ISIS in Syrien und im Irak operieren), denen westliche Bürger zujubelten, waren ausnahmslos total wahnsinnig von Drogen. Die Moriartys erzählten uns, wie sie die Schreie libyscher Soldaten hörten, die in ihr Hotel in Tripoli geschleift und dann nach oben gebracht wurden, wo sie zu Tode gefoltert wurden. Moscheen wurden von den 'islamischen' Rebellen in Folterzentren umgewandelt, wo Tausende von Menschen vergewaltigt, in Stücke gehackt und Glied für Glied an die noch Lebenden zwangsverfüttert wurden.

Die Todesrate von den Bombardierungen der NATO und ihren umherziehenden Todesschwadronen beträgt, basierend auf den Zahlen, die von Stammesführern zusammengetragen und an die Moriartys weitergegeben wurden, 600.000 Tote. Die Bevölkerung in Lybien betrug zu jener Zeit 6 Millionen. Die Moriartys sagen, dass 40.000 von den 600.000 zu Tode gefoltert worden waren. In Anlehnung an Treffen mit Stammesführern berichteten sie der Faktenfindungskommission, dass im ersten Monat 100.000 Menschen durch Bomben der NATO getötet worden waren. Sie behaupten, dass die NATO mehr Bomben zwischen März und Oktober 2011 in Lybien abwarf, als wie in der ganzen Welt während des Zweiten Weltkrieges niedergegangen waren. Die Gesamtziffer, die sie für die Anzahl der 'Rebellen' haben, ist weit höher als wie irgendwo anders berichtet: 250.000 Terroristen, die von überall aus dem Mittleren Osten und darüber hinaus in das Land geströmt sind. Es ist klar, dass die Terroristen insbesondere Schwarzafrikaner ins Visier nahmen, wobei die Moriartys das Abschlachten als 'Schwarzen Genozid' bezeichneten. Es existieren mindestens 128 Massengräber in dem Land. Weitere zwei Millionen Menschen sind vertrieben und überleben gerade so in Flüchtlingslagern an den Grenzen zu Tunesien und Ägypten.

Eine Viertelmillion Terroristen... das vermittelt Ihnen eine Ahnung des Ausmaßes dieser von den USA geführten Stellvertreterkriege. Kein Wunder, dass die vereinte Macht der syrischen, iranischen und irakischen Streitkräfte und jene der Hezbollah in der syrischen Wüste gegen 'ISIS' kämpft - sie stehen so vielen Fußsoldaten des Imperiums gegenüber.


Libyen wurde vollständig zerstört Die Westmächte haben Libyen mit einem Embargo von Nahrung, Wasser und Arzneimittelvorräten belegt - ebenso wie der Jemen es gerade durchmacht. Tausende von aufgerüsteten Pickups rollten von Frachtschiffen an Seehäfen, die auch US-Armeegeländewagen (Humvees) und SUVs entluden, sowie Pickups - vollgepfropft mit schwerer Artillerie und Söldnern. Die Moriartys beschreiben Angriffshubschrauber, die in Tripoli von Flugzeugträgern eintrafen und unterschiedslos auf alles und jeden feuerten. 1.300 Menschen, hauptsächlich Zivilisten, starben an jenem ersten Tag, als die NATO die sogenannte 'Flugverbotszone' errichtete.

Sechs Tage nach dem Coup d'Etat, der als 'Revolution' maskiert war, eröffnete das neue Regime, der vom Westen eingesetzte 'Nationale Libysche Übergangsrat', Libyens erste Zentralbank überhaupt. Um Libyen 'wieder in der internationalen Gemeinschaft willkommen zu heißen', wurde ihr gesamtes Bargeld, Edelmetalle und andere Anlagen - sowohl daheim als auch auswärts - an die neue, im Privatbesitz befindliche und vom Ausland kontrollierte Libysche Zentralbank überschrieben. Die Moriartys sagen, dass das neue Regime auch der Errichtung eines dauerhaften israelischen Militärstützpunktes in Libyen zustimmte, und sie haben Dokumente um das zu belegen.


Heute setzen sie für uns die Flagge in neuem Territorium, morgen hassen sie uns für unsere Freiheiten War man zu jener Zeit Journalist in Libyen, war man relativ sicher; nicht weil diese Bestien Journalisten als neutrale Beobachter respektierten, sondern weil die Journalisten auf ihrer Seite standen. Die Moriartys haben Beweismaterial von eingebetteten Journalisten - nicht nur von Al Jazeera im Besitz Katars, deren Personal sich vom ersten Tag an unter den Terroristen befand, persönlich Luftangriffe herbeirief und mit den Terroristen Seite an Seite zusammenarbeitete.

Die Moriartys wissen, was bei dem Angriff auf das US-Konsulat in Benghazi am 11. September 2012 geschah. Sie hatten Vorinformationen über einen Anschlag, doch niemand in Washington D.C. war interessiert daran, was sie vor Ort erfuhren. Danach berichteten ihnen Ortsansässige, wo die Angreifer zu finden waren. Noch immer kein Interesse aus Washington; die damalige Mitteilung des US-Außenministeriums über eine "10 Millionen Dollar-Belohnung für Informationen, die zur Gefangennahme von Stevens' Mödern führen" war reines Theater. Die Moriartys haben uns in Anlehnung an Berichte von Augenzeugen, mit denen sie sprachen, den Vorfall auf dem Amtssitz in jener Nacht detailliert beschrieben. Unter anderem scheint Stevens getötet worden zu sein, bevor der Angriff begann.

Als Grund, weshalb Botschafter Chris Stevens geopfert wurde, vermuten sie, dass er "zuviel wusste". Stevens beaufsichtigte - oder war zumindest stark involviert in - Lieferungen von Waffen und Terroristen über die Residenz in Benghazi, die eigentlich ein geheimer Unterschlupf der CIA war, nach Syrien, um den Stellvertreterkrieg der US-Regierung gegen Assad anzuheizen, der Anfang 2012 ernsthaft begann. Die Moriartys deuteten an, dass Stevens versucht haben dürfte, die Zustellung von 20.000 tragbaren 'MANPAD' Boden-Luft-Raketenwerfern an die Terroristen zurückzubeordern.

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Ein Terrorist in Libyen posiert mit einer der MANPADS-Waffen, die ihm der amerikanische Botschafter Chris Stevens gegeben hat Als die Moriartys in Libyen festsaßen, riet ihnen die US-Regierung im Grunde, sich 'aus dem Staub zu machen'. Ein Entkommen wurde erst dann möglich, als der russische Botschafter ihnen den Weg zu einem Rettungsschiff wies, das von der maltesischen Regierung gesendet worden war. Sie versuchten vergeblich, das Schiff ausfindig zu machen, doch es legte niemals an, da die Situation so gefährlich war. Und dann, zurück in ihrem Hotel in Tripoli, wurden sie von einigen der 'Rebellen' in die Enge getrieben, die ihnen erzählten, ihre Namen ständen "auf unserer Liste". Die Moriartys wussten zu diesem Zeitpunkt, dass diese Wahnsinnigen großzügig für jede Person, die sie töteten, bezahlt wurden und Bonuszahlungen erhielten, wenn sie die Körper zerstückelten und verbrannten; und sie dachten, sie wären erledigt. Sie sahen dabei zu, wie westliche Fernseh-Teams Interviews mit Ausländer/innen aufnahmen, und realisierten später, dass diese nur gestattet worden waren, da die Aussagen dieser Leute anschließend in westlichen Medienberichten als Beweise für die 'Gräueltaten, die das Gaddafi-Regime beging' benutzt wurden.

Die letztlich wundersame Flucht der Moriartys aus dem von der NATO erschaffenen Höllenloch kam zustande, als sie 16.000 Dollar an die 'Rebellen' zahlten, von denen einer Mitleid mit ihnen hatte und sie in Sicherheit brachte. Wie ihnen später jemand vom Geheimdienst der US-Armee erzählte: "Ihr müsst in das Guinness-Buch der Rekorde geschrieben werden, denn niemand ist jemals der Al Kaida lebend entkommen."

Bitte beachten Sie, dass die Moriartys gewöhnliche Geschäftsleute sind. Sie hatten keine anti-westlichen oder 'liberalen' Vorbehalte, als sie nach Libyen gingen. Sie waren dort aufgrund des guten altmodischen amerikanischen Kapitalismus.

Als sie es endlich, über Tunesien und Rom, zurück in die USA schafften, wurden die Moriartys 'bei Ankunft befragt' und verbrachten das folgende Jahr damit, mit verschiedenen Geheimdiensten zu sprechen. US-Beamte wollten ihre Geschichte und die Beweise, die sie für die Faktenfindungskommission gesammelt hatten; doch die Moriartys erkannten, dass ihre Informationen dazu benutzt wurden, den Terroristen in Libyen zu helfen anstatt sie zu behindern. Nachdem ihnen wortwörtlich mitgeteilt wurde, "den Mund zu halten, oder sonst", gingen sie mit ihren Informationen an die Öffentlichkeit. Mehr Todesdrohungen folgten und sie entkamen knapp einem Versuch, ihnen den Besitz von Drogen in die Schuhe zu schieben. Sie werden regelmäßig von Regierungsagenten belästigt und stehen auf der Schwarzen Liste, so dass sie ihr Ölreinigungsgeschäft nicht wiederaufnehmen oder Arbeit finden können. Die Moriartys leben von der Hand in den Mund, dank Spenden und Verkäufen ihrer DVD, 'Flucht vor Al Kaida', deren Kauf ich Ihnen dringend ans Herz lege.


Der französische "Philosoph" Bernard Henri-Levy posiert mit zwei JihadistenDie DVD enthält eine Präsentation/Vortrag der Moriartys; ein Interview, das sie in Libyen gegeben haben; ein Interview mit dem US-Republikaner Dennis Kucinich über die US-Intervention in Libyen; und niemals zuvor gesehenes Beweismaterial der Zerstörung, die vom westlichen Militär in Libyen angerichtet worden war; die Operation von US-Spezialeinheiten dort; und die zwei Millionen starken Massenkundgebungen von libyschen Bürgern zur Unterstützung Gaddafis und ihrer Regierung, die während des Höhepunktes des NATO-Blitzkrieges abgehalten wurden. Die DVD beinhaltet auch eine Dokumentation, die von der Faktenfindungskommission auf Grundlage des Berichts der Moriartys produziert worden war. Ich sollte Sie davor warnen, dass die DVD einiges an extrem anschaulichem Bildmaterial enthält (die 'Rebellen' lachen, während sie Leute enthaupten, und sie zwingen libysche Soldaten - mit verbundenen Händen und auf den Knien - Teile ihrer toten Kameraden zu essen), doch Sie sollten sich dazu zwingen, dies trotzdem anzusehen, zumindest ein Mal, während Sie folgendes im Kopf behalten: 'Dies ist die äußere Ausdrucksform des inneren Wesens der Menschen, die meine Regierung anführen.'

Die Moriartys versuchten, den Menschen, mit denen sie sprachen, während sie das Land bereisten, die dringende Notwendigkeit zu verdeutlichen, den Lügen in den westlichen Medien über das, was hier geschah, entgegenzuwirken. Darauf erwiderten die Libyer: "Die Wahrheit und unser Schicksal wird uns retten." In ihrer Naivität glaubten sie - im Schrecken des Augenblicks ohnehin - dass es ausreichte, Gutes zu tun und anständige Leute zu sein. Doch ich denke, das einzigste, was das hätte verhindern können, wäre, wenn genügend von uns im Westen die Wahrheit über unsere psychopathischen Führer gekannt und darüber Bescheid gewusst hätten, was sie tun.

Und hier kommt nun das Interview. Bitte anhören, dann weiterverbreiten...
Quelle: sott net

Libyen: Der Aufstand der Gaddafi-Anhänger Thomas Pany 13.08.2015

Libyen: Der Aufstand der Gaddafi-Anhänger 13.08.2015 Der UN-Sonderbeauftragte León drängt auf die Bildung einer Einheitsregierung, bevor die Situation im Land noch chaotischer wird

Es gibt eine gute Nachricht aus Libyen: Zuletzt ist eine Delegation des GNC - der General National Congress oder vereinfachend: die von Muslimbrüdern geprägte, offiziell nicht anerkannte Regierung in Tripolis - doch noch zu den UN-Verhandlungen in Genf über eine Einheitsregierung gestoßen, nach einem Monat Boykott.

Die UNSMIL-Mission: "zuversichtlich"

Seit mehreren Monaten versucht der UN-Sondergesandte Bernardino León an wechselnden Orten mit immer neuen Anläufen die unterschiedlichen Lager im libyschen Chaos an einen Tisch zu bringen, um ihnen in einem "sehr schwierigen Prozess" Konzessionen abzuringen, die eine Einheitsregierung ermöglichen. Das wäre ein wichtiger Schritt nicht nur aus libyscher Sicht…

Ein Entwurf, wie die politischen Bedingungen dafür aussehen sollten, hat der Leiter der UN-Unterstützungsmission in Libyen (UNSMIL) bereits ausgearbeitet: The Libyan Political Agreement. Nach Stand der Dinge zeigen sich die Vertreter der - offiziell anerkannten - Regierung in al Baida, bzw. Tobruk, der HoR (House of Representatives) einverstanden, nicht aber die GNC-Vertreter.

Diese wollen erwartungsgemäß bei der Besetzung wichtiger Posten, der Führung der National Oil Corporation und der libyschen Zentralbank, mehr berücksichtigt werden und natürlich auch bei der Aufteilung politischer Macht. Sie verlangen Änderungen am oben genannten Entwurf, dem die anderen Teilnehmer des UN vermittelten Dialogs alle schon zugestimmt haben.

Bernardino León äußerte sich am Dienstag dennoch zuversichtlich, die Gespräche in Genf seien in einer sehr positiven Atmosphäre verlaufen, was ein Bericht des Libya Herald bestätigt, und er gab einen Zeitrahmen vor. In der ersten Septemberwoche sollte eine Vereinbarung unterzeichnet werden, so würde die Lage riskant.

I think it is extremely risky to reach October without an agreement, because we will be in a more chaotic situation.

Schlechte Nachrichten, die diese Einschätzung stützen, gibt es genug. Zu den Konfrontationen zwischen den Milizen, die mit dem GNC in Verbindung stehen, in der Allianz Libysche Morgenröte, und dem Verbund aus der libyschen Armeeeinheiten und Milizen, unter der Leitung des Generals Haftar, der vom HoR als Armeechef eingesetzt wurde - und ein Gegner des Friedensabkommen ist -, kommen noch Auseinandersetzungen zwischen IS-Milizen und Islamisten in Derna und Sirte.

Ein umstrittenes Gerichtsverfahren gegen Gaddafi-Regimeangehörige und die Folgen

Und als ob es damit nicht schon genug Fronten mit undurchsichtigen und flüchtigen Verbindungen gibt, die einer politischen Stabilisierung des Landes im Wege stehen, hat das Gerichtsurteil gegen ehemalige Gaddafi-Funktionäre und dessen Sohn Ende Juli (Gaddafis Sohn Saif al-Islam zum Tode verurteilt) zu weiteren Unruhen geführt. Anhänger des früheren Machthabers haben in mehreren Städten Libyens gegen das obskure Urteil protestiert.

Daraus entwickelten sich blutige Auseinandersetzungen im Süden des Landes und im Westen, in Fezzan und in Tarhuna, und die Einsicht, dass ein Friedensprozess und eine Einheitsregierung nur möglich ist, wenn man auch die Unterstützer des alten Regimes miteinbezieht. Sollte deren Enttäuschung und Ärger über die Ungerechtigkeiten der neuen Machthaber nicht richtig angesprochen und berücksichtigt werden, warnt der FP-Autor Mohamed Eljarh, würde dies die Sache des Islamischen Staates und anderer radikaler Gruppen unterstützen.

Das zeige sich am Beispiel der früheren "Gaddafi-Hochburg" Sirte, wo viele Einwohner nur mehr die Möglichkeit geblieben sei, sich den Regeln des "Islamischen Staates" zu unterwerfen.

Der vorherrschende generelle Eindruck ist der, wonach die gegenwärtigen Machthaber sich nicht weniger um die Situation der gewöhnlichen Bevölkerung kümmern könnten. So kann das Urteil des Gerichts in Tripolis als Faktor gesehen werden, der die Unterstützer des vorherigen Gaddafi-Regimes zu einer neuen Einheit verbünden kann.

Im Bericht des BBC-Korrespondenten Rana Jawad zum Prozess gegen Siaf al-Islam und 30 hohe Funktionäre des alten Gaddafi-Regimes steht übrigens ein bemerkenswerter Satz, der versucht zu erklären, warum sich weder die französische noch die britische Regierung gegen diesen offensichtlichen Schauprozess aufgeregt haben: "Perhaps it would be more convenient for countries such as France and the UK if these men were executed." Auch daran ist abzulesen, wie vieles sich unter Leóns Umschreibung der "sehr komplexen Situation in Libyen" verbirgt .