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cp

Templer und Ritter

Das Geheimnis der Templer

"Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Christi" (Die arme Vereinigung Christi und des Tempels Salomon) Inhaltsverzeichnis
  1. Die Anfänge des Templer- Ordens
  2. Die Gelübde der "Armen Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel"
  3. Die Privilegien
  4. Bernhard von Clairvaux und die Regeln des Ordens
  5. Findet die Bundeslade mit den Tafeln des Gesetzes!
  6. Der göttliche Tempel auf Erden
  7. Was wußten die gotischen Baumeister der Templer?
  8. Das heilige Maß - die Zahl 21
  9. Die drei Tafeln
10. Die Templer nach dem Fall von Jerusalem und Akkon
11. Die finanziellen Erfolge der Templer - realer Machtfaktor
12. Starker König, schwacher Papst
13. Philipp IV.
14. Der Hinterhalt und Vorwürfe
15. Die Prophezeihung Jacques de Molay´s
16. Zeittabelle

Die Geschichte des sagenumwobenen Templerordens. Ein Orden von Krieger und Gnostikern, die das geheime magische Wissens des Ostens nach Europa brachten. Kaum eine Geheimgesellschaft davor oder danach hat der Nachwelt so viele Anlässe für die wildesten Spekulationen gegeben. Verschaffen Sie sich einen überblick über einen der mächtigsten Orden aller Zeiten.

Das Templersiegel


1. Die Anfänge des Templer- Ordens

Baudoin II., König von Jerusalem empfängt 1118 neun fromme und gottesfürchtige französische Ritter. Ihre Absicht: Die Gründung einer Gemeinschaft. Sie soll Pilger zum Heiligen Grab vor Dieben, Wegelagerern und Mördern schützen und öffentliche Landwege überwachen.
Jerusalem ist der Ort, in dem Anhänger dreier Religionen aufeinandertreffen. Für die Juden ist Jerusalem der Ort, wo Salomons Tempel gestanden hat. Die Mohammedaner verehren hier den Felsblock auf dem Berg Morija als Heiligtum. Denn von hier aus wurde Mohammed in den Himmel Allahs erhoben. Und für die Christen ist es die Stätte, wo Christus gewandelt und gelitten hatte. Zudem, ein frommer Christ hat das Grab von Christus einmal im Leben aufzusuchen.
Die Kreuzzüge kommen gelegen, um von der miserablen europäischen Situation widerstreitender Königshäuser und Adelsgeschlechter abzulenken. Versucht wird, aus der Not eine Tugend zu machen. Baudoin II. kommt den Rittern mehr als entgegen. Er weist ihnen ein Haus in einem Flügel seines Palastes als Wohnung zu. Einst stand an derselben Stelle der Tempel Salomos auf dem Masjid-el-Aksa.

2. Die Gelübde der "Armen Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel"

Die neun Ritter bitten den Patriarchen von Jerusalem, ihre Aufgaben offiziell anzuerkennen. Es ist ihr Wunsch, künftig ein mönchisches Leben zu führen und als Streiter Christi betrachtet zu werden. Der Entschluß wird gebilligt. So legen sie vor ihm die drei Gelübde ab:
der Keuschheit,
des Gehorsams,
des Verzichtes auf persönlichen Besitz.
Und etwas Erstaunliches geschieht: den neun Mönchsrittern wird das Grundstück abgetreten, das ihren Palastflügel umgab. Das gesamte Templum Salomonis steht ihnen nunmehr allein zur Verfügung. Ab jetzt nennen sie sich "Arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel". Durch Guillaume de Tyr ist überliefert, daß sie neun Jahre lang allein bleiben. Niemand wird in ihren Kreis aufgenommen, mit einer Ausnahme. Hugo, Graf von Champagne, einer der größten Lehnsherren Frankreichs stößt 1125 zu den neun Rittern hinzu. Er wird, als sich der Orden konstituiert, dessen erster Großmeister.


Betender Templer


3. Die Privilegien

Bis zum Jahre 1128 bleiben sie Laien. Mindestens sechs der Ritter kehren in diesem Jahr nach Frankreich zurück. Sie ersuchen nun, zehn Jahre nach Gründung ihrer Ritterschaft, um die Anerkennung als Orden mönchischer Konstitution. Sie werden vom Papst Honorius auf dem Konzil von Troyes anerkannt und mit Privilegien ausgestattet, die den Boden für ihren zukünftigen Einfluß bereiten. Sie unterstehen einzig und allein dem Papst. Sie werden somit unabhängig von der Weltgeistlichkeit, den Bischöfen und Erzbischöfen. Es ist ihnen möglich, durch eigene Geistliche die Sakramente auszuüben. Vom Zehnten sind sie befreit. Darüber hinaus dürfen sie in ihrem Einflußbereich selbst den Zehnten eintreiben, wie auch die gesamte Kriegsbeute behalten.

4. Bernhard von Clairvaux und die Regeln des Ordens

Die Ordensregeln entwarf der heilige Abt Bernhard von Clairvaux, die damals markanteste Persönlichkeit geistigen Standes im Abendland. Wem oder welcher Sache war er verpflichtet? Die heute vorliegenden Dokumente beweisen den Einfluß des heiligen Bernhard - geistiges Haupt des Zisterzienserordens. Sie legen nahe, daß die neun Ritter von ihm gesandt waren. Louis Charpentier führt in "Die Geheimnisse der Kathedrale von Chartres" eine Schwurformel der Tempelritter an. Sie scheint den Eid der ersten Ritter wiederzugeben:
"Ich schwöre, meine Rede, meine Kräfte und mein Leben in die Verteidigung des Bekenntnisses des in den Mysterien des Glaubens gegenwärtigen Gottes zu heiligen. Ich gelobe dem Großmeister des Ordens Unterwerfung und Gehorsam. Wenn die Sarazenen in christliches Land einfallen, werde ich übers Meer fahren, um meine Brüder zu befreien. die Hilfe meines Arms soll der Kirche und den Königen gehören im Kampf gegen die Heidenfürsten. Sind meiner Feinde nicht mehr als drei, so werde ich sie bekämpfen und niemals feige die Flucht ergreifen. ohne Beistand werde ich sie bekämpfen, wenn sie Ungläubige sind."
In einer Handschrift des Priors einer portugiesischen Provinz heißt es:

"Ich..., Ritter des Ordens vom Tempel...gelobe...Unterwerfung unter den Großmeister des Ordens, den Statuten gemäß, die uns vorgeschrieben sind von unserem Vater, dem heiligen Bernhard, ...und daß ich den Ordensbrüdern, vor allen Dingen den Ordensbrüdern von Ciiteaux und ihren äbten..., keine Hilfe versagen werde."
Folgende Aussage findet sich in einer Verteidigungsschrift eines gefangen gehaltenen Templers:
"Heilige Maria, Mutter Gottes, verteidige Deinen Orden, der von deinem heiligen und teuren Bekenner, dem seeligen Bernhard gegründet worden ist..." Ihm, Bernhard, also galt das Gelübde des Gehorsams, noch bevor es zur offiziellen Stiftung kam. Von ihm ging der Auftrag aus, der wohl mehr besagte als: bewacht die Straßen der pilgernden Christen.

5. Findet die Bundeslade mit den Tafeln des Gesetzes!

Seit Jahrhunderten werden die Templer mit einem geheimnisvollen Auftrag in Beziehung gesetzt. Was spricht dafür?

Die Zusammensetzung der neun, später zehn Ritter,
-Bernhard von Clairvaux
-die Inhalte ihres Eides,
-die Regeln ihres Ordens,
-die Umstände der Erlangung ihres Wohnsitzes auf dem Gebiet des früheren Tempel Salomons

Und dieser Auftrag lautet:
Findet die Bundeslade mit den Tafeln des Gesetzes.
Die in der Bundeslade überlieferten Weisheiten des Orients sollten aufgefunden, geborgen und fruchtbar gemacht werden. Errichtet erneut den Salomonischen Tempel!

6. Der göttliche Tempel auf Erden

Der Tempelritter Jacques de Montfaucon bestätigt, daß die Bilder der alten Sprache nicht im äußerlichem Sinne zu verstehen sind. Der Tempel in seinem edlen Maß und seiner vollkommenen Harmonie wurde seit je als Abbild der göttlich-geistigen Weltordnung betrachtet. Seit Salomons Tempel zerstört wurde, streben Menschen danach, ihn wieder aufzubauen. (587 v. Chr. ließ Nebukadnezar ihn in Brand setzen) "An diesem göttlichen Tempel auf Erden baut man, wenn man danach strebt, das Zusammenleben der Menschen in Familie, Orden und Gesellschaften, in den einzelnen Völkern und im Zusammenwirken der Völker über die Erde hin nach Maß, Zahl und Gewicht, das heißt nach Gesetz, Folge und Ordnung zu gestalten; man stellt den Tempel wieder her, wenn die Menschen ihre Arbeit an der Erde in übereinstimmung verrichten mit den göttlich-schaffenden Kräften, die in der Natur walten und sie lebendig erhalten."

7. Was wußten die gotischen Baumeister der Templer?

Im Exodus 31, 18 heißt es: Und da der Herr ausgeredet hatte mit Moses auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und beschrieben mit den Fingern Gottes". Diese Tafeln gelten als Inhalt der Bundeslade. Die Tafeln des Gesetzes sind die Tafeln des Logos, des Wortes, der Vernunft, des Verhältnisses, der Zahl. Salomo sagt von Gott, daß er alles mit Maß, Zahl und Gewicht geordnet hat. Moses überlieferte diese Einweisung in semitischer Sprache mittels einer Schrift, die mit der Kabbala enträtselt werden kann. Es scheint, daß das Hohe Lied Salomos einen Kommentar zu den Gesetzestafeln darstellt. Der heilige Bernhard von Clairvaux hat dieser Schrift einhundertundzwanzig seiner Predigten gewidmet. Ein Zufall? Im Buch der Könige (1. Könige 8) findet sich innerhalb der kanonischen Schriften die letzte Erwähnung der Lade:
"Da sprach Salomon: Der Herr hat geredet, er wolle im Dunkeln wohnen. So habe ich nun ein Haus gebaut, dir zur Wohnung, einen Sitz, daß du ewiglich da wohnest".
Helfen die Quumranrollen weiter?

Darin gibt es folgenden Hinweis: In den 2000 Pferde umfassenden Räumen unter Salomons Tempel wurde ein Schatz vergraben. Haben die Tempelritter dort Jahr für Jahr gegraben und die Bundeslade an einer dieser Stellen ausfindig gemacht?
Vor wenigen Jahren wurde die Hypothese untermauert, daß sich die Lade heute in äthiopien befindet. Sie kann aber nur von einer einzigen Person einmal im Jahr in Augenschein genommen werden. Und diese Person ist an das Schweigen darüber gebunden. Ob die Bundeslade mit den Tafeln, dem Aaronstab und dem Mannamaß von den Tempelrittern gefunden wurde, bleibt ungeklärt. Sicher ist jedoch, daß die Rückkehr der Tempelritter im Jahre 1128 mit dem Beginn des gotischen Kathedralenbaus korrespondiert.

8. Das heilige Maß - die Zahl 21

Barg der grünende Aaronstab ein ganz bestimmtes heiliges Maß? Soweit sich Insider äußern, hängen die Tafeln des Gesetzes und das Ringen der Templer um den Heiligen Gral zusammen. Sie formulieren einen wichtigen Teil ihres Geheimnisses wie folgt:
"Drei Tafeln haben den Gral getragen: eine runde Tafel, eine quadratische Tafel und eine rechteckige Tafel. Alle drei haben denselben Flächeninhalt; ihre Zahl ist 21..."
Wenn man die Zahl 21 als 2:1 liest sie auf die geometrische Figur des Rechteckes mit den Seitenverhältnissen 2 : 1 bezieht, kommt man zur Diagonale Wurzel aus 5. Wird diese Diagonale um die Breite 1 des Rechtecks verlängert, teilt man diese neue Strecke durch 2, so erhält man eine Strecke, deren Zahlenwert auf 1 bezogen den Goldenen Schnitt ergibt. Die Zahl des Goldenen Schnittes bezeichnet genau ein Verhältnis, dessen Teile immer auf das Ganze bezogen bleiben.

9. Die drei Tafeln

Der Tisch des Abendmahles, die mystische Tafel der Christen, ist rechteckig. Daher hat der Chor einer christlichen Kirche einen rechteckigen Grundriß.Auch die Grundrisse ägyptischer und griechischer Tempel basieren auf dem Prinzip der rechteckigen Tafel. Der Hagia Sophia von Konstantinopel liegt die quadratische Tafel zugrunde, ebenso dem Allerheiligsten des Salomonischen Tempels. Die Rundkirchen der Tempelritter jedoch wurden über der runden Tafel errichtet. Mathematisch und baugeometrisch interessant ist folgendes: Durch mathematische Operationen, ausgehend vom Goldenen Schnitt ( 1,618...) stößt man auf p = 3,1416... Damit wiederum können die Kreismaße ermittelt werden, sofern der Durchmesser bekannt ist. Das heißt, daß die rechteckige Tafel mit dem Seitenverhältnis 2 :1 den Schlüssel zur Verwandlung in eine Kreisfläche enthält. Die runde Tafel kann also von der rechteckigen Tafel abgeleitet werden.

10. Die Templer nach dem Fall von Jerusalem und Akkon

Nach dem Fall von Jerusalem und der Templer-Hochburg Akkon im Jahre 1291 ziehen sie sich nach Zypern zurück. Sie errichten hier ihren Hauptsitz und verwalten ihre Komtureien in Europa. Durch eine jahrelange Schule von Ordensregeln, Ordenshierarchie und Geheimkonventen gehen die Brüder. Die Besten übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in den jeweiligen Provinzen. Konkret sorgten sie dafür, daß:

-die Bauern aus der bedrückenden Leibeigenschaft erlöst wurden,
-weitab liegende Felder oder äcker wurden abgetauscht und zusammengelegt werden,
-steinige Gebiete beräumt werden,
-die Fruchtbarkeit des Bodens sich erhöhte durch die Wiederaufnahme der wechselweisen Bebauung der Felder,
-der Anbau von Flachs und Leinen etabliert wurde, die Bearbeitung der Fasern wie auch die Haltung reichhaltiger Viehbestände,
-die Abgaben an Korn und anderen Beträgen der Bauern richtete sich anders als zuvor konsequent nach dem Ausfall der Ernte,
-eigene Verwalter die Vorratshäuser betreuten und bewachten.

Auch die Städte blühten durch das Wirken der Templer auf. Die mit solidem Steinbett versehenen Straßen ermöglichten ein schnelles Versickern des Wassers. Das ermutigte die Kaufleute zur Mobilität. Hinderliche Zollschranken und Brückengelder wurden ganz abgeschafft oder sehr erträglich für Kaufleute gestaltet. Die Tempelritter beschützten die Straßen. Händlern nahmen große Umwege in Kauf, um sicher und unter Nutzung der zahlreichen Scheunen und preiswerten Raststätten zu reisen.

Templerburg in Zypern

11. Die finanziellen Erfolge der Templer - realer Machtfaktor

Es gibt Hinweise, daß den Templern der Kontakt mit einem jenseits des großen Meeres (Mexiko?) gelegenen Volkes gelungen ist. Von dort bezogen sie Gold, vor allem aber Silber. Die Einfuhr von Silber und Gold gab dem Handel der Templer eine sichere Grundlage. Sie erlaubte einen Geldverkehr mit Wechseln und schriftlichen Zahlungsanweisungen im Landesinnern und vor allem in fremden Ländern.
Das war von immenser Bedeutung. Erst durch die in allen Großstädten Europas errichteten Wechselstuben konnte der riskante Transport und Tausch von Ware gegen Ware wegfallen. Nach Jacques de Montfaucon bewirkte diese neue Art des Handelsverkehrs einen enormen Vertrauenszuwachs in das Bankgeschäft der Templer. Ihnen wurde sogar der Staatsschatz des französischen Königshauses zur Aufbewahrung übergeben. Als Jacques de Molay 1298 Großmeister der Templer wird, ist das Ansehen seines Ordens gewaltig. Ob Handel, Kunst, Architektur, Diplomatie, Finanzen: Vieles ist den Templern durch ihr ebenso umsichtiges wie gewissenhaftes Engagament gelungen. Längst sind sie ein sehr realer Machtfaktor geworden.

12. Starker König, schwacher Papst

Lediglich der Papst hatte gegenüber diesem überall in Europa fest etablierten und ungemein erfolgreichen und innovativen Orden Weisungsbefugnis. Wer gegen die Templer vorzugehen ersann, würde auch den Papst herausfordern. Dieser Jemand war Philipp IV., der Schöne, König von Frankreich seit 1285. Philipp war zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung. Ihm war es gelungen, Papst Bonifatius VIII. zu Fall zu bringen. Jener Papst hatte feierlich erklärt, daß er auch in der irdischen Weltordnung über Kaiser und Königen stünde. Für Bonifatius VIII., den Philipp "Seine zu große überheblichkeit" nannte, hatten die Tempelritter Partei ergriffen. Sie hielten die Trennung der weltlichen von der geistlichen Gewalt für richtig.
Ihr politisches Credo hieß: keine erbliche, sondern eine gewählte Monarchie, solle die Geschicke des Staates bestimmen. In der Ausübung ihrer Amtspflichten solle diese durch templerische Prinzipien kontrolliert und ausbalanciert werden. Sie, die Ritter, sahen sich als Wiedererrichter des Salomonischen Tempels. Sie waren die schöpferische Wirkkraft Gottes auf Erden. Durch die Einsicht in dessen Weisheit auserwählt, sahen sie sich als Zünglein an der Waage. Als vermittelnde Macht zwischen den Gewalten des Glaubens und des Wissens, Papst und Kaiser.

13. Philipp IV.

Die Misere in Europa entstand durch sich eifersüchtig beneidende und bekämpfende Herrschaftsbereiche. So mag der Traum der Templer eine Art Völkerbund gewesen sein Jeder Fürst Europas hingegen trachtete danach, sich mit Philipp gut zu stellen. Nichts war gewisser, als daß sein Einfluß bei der Papstwahl entscheidend sein würde. Der Erzbischof von Bordeaux der neue Papst. Er wurde 1305 nicht nur in Billigung, sondern unter Einfluß des französischen Königs als Clemens V. eingesetzt.

Er wußte, daß er nach Ermessen Philipps dessen Werkzeug sein würde. Philipp mag an der Verwirklichung eines starken, autonomen französischen Staates -koste es, was es wolle - gelegen haben. Dafür hätte er die innere Zielsetzung des Templerordens verfälschen, den Orden in sein dynastisches Interesse zwingen müssen. Seine wiederholten Versuche, sich selbst oder mindestens seinen Sohn zum Großmeister der Templer ernennen zu lassen, schlugen fehl. Womöglich waren sie der Versuch, das universell ausgerichtete politische Ziel des Ordens zu unterlaufen. Er konnte es nicht kennen, ahnte es aber.

14. Der Hinterhalt und Vorwürfe

Jaques de Molay war die Aufgabe zugewiesen, die Vision der Tempelritter nicht zu verraten. Auch nicht einem sich immer mächtiger gebärdenden französischen König. Im Jahre 1306 wird Molay von Papst Clemens nach Frankreich eingeladen. Er soll mit ihm und Großmeistern anderer Orden einen neuen Kreuzzug zur Befreiung des heiligen Grabes besprechen.
Aber die Verhandlungen ziehen sich hin. Im Oktober 1307 wird Molay von königlichen Offizieren gefangengenommen und wegen Ketzerei angeklagt. In der gleichen Nacht ergeht gegen alle Tempelritter Frankreichs der Haftbefehl. Die jahrhundertealte unantastbare Integrität des Ordens, seine Unabhängigkeit von jeglicher weltlicher Macht war gebrochen. Für Jacques de Molay hieß das sieben Jahre lang Einkerkerung, Verhör, Erniedrigung, Folterung bis zu seinem Opfertod. Philipp hatte in Bezug auf die Anklagepunkte ganze Arbeit geleistet. Was wurde dem Orden angelastet?

-Kinder zu ermorden,
-Frauen zur Abtreibung zu veranlassen,
-homosexuelle Beziehungen zu tolerieren,
-einen mit dem christlichen Glauben nicht vereinbaren unüberschaubaren Reichtum angehäuft zu haben, geheime Rituale durchzuführen, wobei eine scheußliche Kreatur namens Baphomet angebetet und das Christenkreuz bespuckt worden sei.

Zwischen 1311 und 1312 findet das Konzil zu Vienne statt. Der Templerorden wird durch päpstliche Verfügung aufgelöst - ohne für schuldig befunden zu sein.

Ein Befragungsstuhl

15. Die Prophezeihung Jacques de Molay´s

Mitte März 1314 werden die Anführer des Templerordens zu lebenslanger Haft verurteilt. Jaques de Molay - Großmeister des Ordens und Geoffroy de Charnay - Präzeptor der Normandie protestieren gegen den Richterspruch. Sie leugnen Geständnisse, die sie zuvor im mehrjährigen Prozeß unter Folterqualen abgelegt hatten. Eilig werden sie auf der Seine-Insel Ile des Javiaux verbrannt.

Der französische König sieht der Verbrennung vom Palastfenster aus zu. Er zieht sich zurück, als der Geruch des verbrannten Fleisches sich über die Seine hinaus zu ihm hin ausbreitet. Kurze Zeit später wird ihm zugetragen, was Jacques de Molay in seiner Todesstunde prophezeite: Der König und der Papst werden binnen Jahresfrist vor den göttlichen Richterstuhl treten. So geschieht es auch. Noch innerhalb des Jahres stirbt sowohl Philipp, wie auch der Papst. Der Orden jedoch, dessen offizielle Geschichte damit beendet ist, wird weiter wirken. Seine Spuren reichen bis in die heutige Zeit.

16. Zeittabelle

-1095 Urban II. ruft auf der Synode zu Clermont die Ritter zum      Kreuzzug auf, zur Befreiung des heiligen Grabes
-1096 Erster Krezzug, vorwiegend französischer Ritter
-1099 Eroberung Jerusalems. Balduin, der Bruder Gottfrieds von Bouillon, wird König von Jerusalem
-1118 Gründung des Templerordens
-1127 Synode von Troyes. Bestätigung des Ordens. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153) Mitverfasser der Ordensregel
-1187 Saladin erobert Jerusalem zurück
-1260 Fertigstellung der gotischen Kathedrale in Chartres
-1268 Philipp IV., der Schöne wird geboren
-1291 Fall von Jerusalem und Akkon, die Templer ziehen sich auf Cypern zurück
-1298 Jacques de Molay wird Großmeister
-1298 Wiedereroberung von Jerusalem
-1303 Tod Bonifatius VIII.
-1306 Clemens V. lädt Molay nach Frankreich ein, um einen Kreuzzug zu besprechen
-1306 13. Oktober Verhaftung der Templer in Frankreich
-1312 Beendigung des Konzils zu Vienne, Aufhebung des Templerordens
-1314 18. März Flammentod von Jacques de Molay und Godefroy de Charnais
-1314 20. April Clemens V. stirbt
-1314 29. November Tod König Philipps IV.

Baphomet Götze der Tempelritter

Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Christi" (Die arme Vereinigung Christi und des Tempels Salomon)

Die Tempelritter sollen einen Gtzen namens Baphomet angebetet haben. Was dieser Baphomet gewesen sein könnte, ist unsicher.

Wappen der Templer


Das als Haupt des Baphomet bezeichnete angebliche Ritualobjekt der Templer wurde auf verschiedene Weise beschrieben. Es soll statt der Augen glühende Karfunkel gehabt haben, mehrere Gesichter, Tierform usw. Von ihm sei eine magische Kraft ausgegangen und mancher Templer sei bei seinem Anblick in tiefste Verwirrung geraten und in Zittern verfallen. Durch das Tragen der um dieses Haupt gelegten Schnur als Gürtel habe der Träger etwas von dieser Kraft angenommen. Das Haupt wurde als Verkörperung Mohammeds, Allahs, des christlichen Schpfergottes, des Teufels und so fort gedeutet. (ZACHARIAS, 104) Mancher der Tempelritter soll auch gestanden haben, man habe einen riesigen, Baphomet genannten Götzen in Form einer Ziege verehrt.
(de ROSA, 227)

Der Name wird als Verballhornung von Mahumet (Muhammed) gedeutet. Oder Baphomet stamme von abufihamat, im maurisch-spanischen Sprachraum bufihimat ausgesprochen, was "Vater des Erkennens" bedeutet. "Vater" bedeute im Arabischen auch "Quelle" oder "Urgrund", in sufischer Terminologie meint das "Haupt der Erkenntnis" die geistige Tätigkeit des Menschen. Der Baphomet sei demnach ein Symbol für den vollendeten Menschen.
(Idries Schah, Die Sufis 1976, 198f., n. BIEDERMANN, 80)
Eine weitere mögliche Erklärung sei, daß der bärtige Männerkopf eine Verkörperung der dunklen, chthonischen Seite des "Großen Männlichen" sein könne, welche vom Christentum ebenso wie die Seite des "Großen Weiblichen" weitgehend abgelehnt worden ist.
(ZACHARIAS, 104)

1307 fand man im Temple, dem Pariser Ordenshaus der Templer, die silberne Büste einer Frau. Im Inneren dieses Reliquiars fanden sich zwei Schädelknochen einer ziemlich kleinen Frau, welche jeweils in weißes Linnen und zusammen in rotes Tuch eingewickelt war. Ein daran befestigtes Schild war mit Caput LVIIIm beschriftet. Ein Templer bestritt im Verhör einen Zusammenhang mit dem männlichen Kopf der Rituale und sein Zweck ist ebenso ungeklärt wie der Sinn der Beschriftung (Kopf 58m, wobei das m auch als astrologisches Zeichen für Jungfrau lesbar sei).
(LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, Nach einer in verschiedenen Versionen erzählten Geschichte war ein Tempelritter, ein Herr von Sidon, in eine Dame aus Maraclea verliebt.
Diese verstarb und der unglückliche Ritter schlich sich in der Nacht nach der Bestattung zu ihrem Grab, exhumierte sie und schändete sie. Da befahl ihm eine Stimme, nach neun Monaten wiederzukommen, er werde einen Sohn vorfinden. Der Herr von Sidon gehorchte, öffnete zu der angekündigten Zeit das Grab und fand auf den Oberschenkelknochen des Skeletts seiner Dame einen Kopf. Wieder vernahm er die Stimme, welche ihm auftrug, den Kopf wohl zu hüten, er sei der Spender aller guten Dinge. Der Herr von Sidon nahm den Kopf an sich und hatte an ihm einen guten Geist, der sogar die Feinde des Herrn vernichtete, wenn der ihnen den Kopf entgegenhielt. Hernach sei der Kopf in den Besitz des Ordens gekommen.
(LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 73f.)

Die im Templerprozeß erwähnte Legende vom sprechenden Kopf, von einer nekrophil geschändeten Jungfrau Yse geboren (G. de Sède, Die Templer etc., Berlin 1962, S. 115), stammt von den Sabiern und ist im 2. Buch, Kap. 12 des Picatrix enthalten." (BIEDERMANN, 347) Die Sabier waren eine später auch als Elkesaiten bezeichnete halbchristliche Sekte, welche von den Muslimen seit Mohammed als Inhaber einer Offenbarung anerkannt wurden. "Es handelte sich jedoch um syrische Gnostiker, die einem ausgeprägten Gestirnskult und magischen Riten huldigten. Den Planetengeistern wurden hier [in Carrhae, Mesopotamien] wohl bis ins 9. Jh. Menschenopfer dargebracht. Die Sabier sollen Pilgerzüge nach Ägypten, zu den Pyramidengräbern von Agathodaimon und Hermes Trismegistos unternommen haben."
(ebd., 378)
Yse soll sich mglicherweise von Isis ableiten. (LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 74) Möglich sei auch eine Beziehung des Kopfes zur Alchimie und das Haupt des Baphomet deute auf die Phase im alchimistischen Verfahren, welche caput mortuum (Totenkopf) genannt wird und dem Zustand der Schwärzung (nigredo) entspreche, welche vor der Ausfällung des Steins der Weisen eintrete.
(LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 72)

Oder es handelte sich um den Kopf des Hugo von Payens, dessen Wappenschild bezeichnenderweise drei schwarze Köpfe auf goldenem Grund zeigte.
(LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 72)
Auch ein Zusammenhang von Kopf und Turiner Grabtuch sei denkbar. Dieses habe sich zwischen 1207 und 1307 im Besitz der Templer befunden und wenn man das Tuch in bestimmter Weise zusammenfalte, käme ein Kopf zum Vorschein. Ein Indiz zur Bestätigung dieser These könnte eine im Ordenshaus von Somerset, England, gefundene Kopfdarstellung sein, welche der des Turiner Grabtuches verblüffend ähnele.
(LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 72f.)
Weiter sei auch an einen Bezug zum abgeschlagenem Haupt Johannes des Täufers zu denken, denn die Lehren der Täuferbewegung oder der Mandäer hätten wenigstens partiell unter den Ordensmitgliedern Anklang gefunden. (LINCOLN, BAIGENT, LEIGH,)

Der Baphomet wurde auch als ein sprechender Kopf gedeutet, wie beispielsweise Albertus Magnus oder Papst Sylvester II. einen besessen haben sollen
(BIEDERMANN, 80).
Nach Guido von List (einer der Wegbereiter der okkulten Ideologie hinter dem Nationalsozialismus) war der Baphomet hingegen kein sprechender Kopf, sondern das Malteserkreuz, welches ein gnostisches Zeichen und ein hochheiliges ario-germanisches Symbol sei, das aus zwei übereinandergelegte Swastiken, gegen und mit dem Uhrzeigersinn, gebildet sei.
(GOODRICK-CLARKE, 59)

Kolumbusritter

Der ehrwürdige Diener Gottes Father McGivney, der Gründer der Kolumbusritter

Die Kolumbusritter (englisch Knights of Columbus) sind weltweit eine der größten römisch-katholischen Laienvereinigungen für Männer. Die Vereinigung mit Sitz in New Haven, Connecticut wurde im Jahr 1882 in den Vereinigten Staaten gegründet und ist nach dem Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus benannt.

Die Kolumbusritter widmen sich Werken der christlichen Nächstenliebe, der Einheit und Brüderlichkeit, und fühlen sich dem Patriotismus verpflichtet. Sie haben mehr als 1,7 Millionen Mitglieder in 14.000 Räten (councils). 200 solcher Räte gibt es an den Hochschulen der Vereinigten Staaten. Die Vereinigung nimmt nur katholische Männer über 18 Jahre auf. Regionale Vereinigungen der Kolumbusritter gibt es außer in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Mexiko, der Karibik, Mittelamerika, den Philippinen, Guam, Saipan, Japan, Kuba und in Polen. Geistlicher Begleiter der Kolumbusritter (Supreme Chaplain) ist seit 2005 der Erzbischof von Baltimore, William E. Lori.

Die Kolumbusritter wurden von Father Michael J. McGivney, einem Priester irischer Abstammung, mit Männern aus seiner Pfarre St. Mary's am 2. Oktober 1881 in New Haven (Connecticut) gegründet. In der Folge traten viele Irischamerikaner den Kolumbusrittern bei. Hauptzweck der Gemeinschaft war die gegenseitige Unterstützung der Katholiken. Fr. McGivney erkannte, was der frühe Tod des Hauptverdieners einer Familie für diese bedeuten konnte und wollte daher Mittel zur Unterstützung katholischer Witwen und Waisen sammeln. Er selbst hatte, als sein Vater starb, vorübergehend das Priesterseminar verlassen müssen. Fr. McGivney war der Ansicht, dass Katholizismus und Brüderlichkeit keineswegs unvereinbar seien. Zugleich sollten die Kolumbusritter eine Alternative für katholische Männer darstellen, die von den bereits bestehenden Fraternitäten und anderen Bruderschaften in der Regel nicht aufgenommen wurden (die überwiegende Anzahl lehnte eine Aufnahme von Katholiken und Juden ab).

Ursprünglich sollte die Organisation den Namen „Sons of Columbus“ tragen, James T. Mullen, der spätere erste Supreme Knight, entschied sich jedoch in Anlehnung an die Ideale des Rittertums für Knights of Columbus. Die Vereinigung wurde zehn Jahre vor dem 400. Jahrestag der Ankunft Kolumbus’ in der neuen Welt 1882 gegründet, zu einer Zeit, in der man erneut Interesse an dem genuesischen Entdecker zeigte. Indem sie dessen Namen annahmen, brachten die Kolumbusritter ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass auch Katholiken vollwertige amerikanische Staatsbürger sein konnten.

Die Kolumbusritter legen einen Eid ab, Protestanten auszurotten und sie, wie auch ihre Frauen und Kinder, zu häuten oder lebendig zu verbrennen,

siehe auch Der Eid der Jesuiten